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Bartok1Bela Bartóks 'Sonate für zwei Klaviere und Schlagzeug' (1937),
verdient aus mehreren Gründen, ein 'klassisches Werk der Moderne' genannt zu werden. Die Sonate ruft einen neuen Besetzungstyp ins Leben: ein Quartett für Klavier und Schlagzeug!

Das Streichquartett, eine Besetzung der Klassik und Romantik, wird hier zwar keinesfalls ersetzt, aber es wird ihm ein Gegenmodell errichtet, das gleichwohl stark vom Streichquartett geprägt ist und sich anschickt, dessen Prinzipien ins 20.Jhd zu transportieren. Klanglich in schroffem Kontrast zu allen traditionellen Besetzungen, atmet die Sonate dennoch deren Geist; der Satz – bei aller Lockerheit immer kontrapunktisch streng – orientiert sich am klassischen Denken von vier Stimmen.

Bartók selbst behauptet übrigens in einem Zeitungsartikel, die Quartettkonzeption gehe auf ein bloßes Instrumentationsproblem zurück:
'Ich hatte schon vor Jahren die Absicht, ein Werk für Klavier und Schlagzeug zu schreiben. Allmählich verstärkte sich indessen in mir die Überzeugung, dass ein Klavier gegen den oft recht scharfen Klang der Schlaginstrumente keine befriedigende Balance ergibt. Insofern änderte sich der Plan indessen, als zwei Klaviere statt einem dem Schlagzeug gegenüberstehen.'

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Quatuor Attaque 

moderne Musik für Klavier und Schlagzeug 

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